Definitionen der Messebegriffe

//Definitionen der Messebegriffe
Definitionen der Merkmale

Feste Begriffe sind sichere Basis

19 Definitionen – die Grundlage der Zertifizierung

Jede FKM-Zertifizierung von Messen basiert auf festgelegten Begriffen. Hier finden Sie die entsprechenden Definitionen in Kurzform. Das komplette Dokument mit Beschreibungen und weiteren Hintergrundinformationen können Sie sich als PDF-Dokument herunterladen.

Eine Messe bzw. Ausstellung ist eine Veranstaltung an einem realen Ort während einer begrenzten Zeit, auf der wirtschaftliche Güter (Produkte, Dienstleistungen und/oder Rechte) präsentiert bzw. verbreitet werden.

Die einzelnen Merkmale der Begriffe Messe und Ausstellung definieren sich aus den §§ 64 und 65 der Gewerbeordnung in der jeweils gültigen Fassung.

Eine Messe ist international, wenn mindestens 5 Prozent der Besucher und mindestens 10 Prozent der Aussteller aus dem Ausland stammen. (Nicht Bestandteil der Zertifizierung)

Messen im Verbund sind zwei oder mehr Messen, die am gleichen Ort zeitlich parallel, überlappend und/oder wechselnd stattfinden und von Messebesuchern gemeinsam genutzt werden können.

Messen im Verbund können, müssen jedoch keine thematischen Beziehungen oder Verknüpfungen aufweisen.

Messen im Verbund können in der Zuständigkeit von einem oder mehreren Messeveranstaltern liegen.

Der Zutritt für Messebesucher zu Messen im Verbund kann mit einer Gültigkeit für alle Messen geregelt sein oder separat für jede einzelne Messe im Verbund.

Autonome Sektoren in Mehrbranchenmessen sind wie Messen im Verbund zu behandeln, wenn sie die folgenden Merkmale aufweisen:

  1. sie sind in sich geschlossene, klar abgegrenzte Teilbereiche
  2. die Aussteller bilden eine deutliche räumliche Einheit
  3. es werden gesonderte, auf den autonomen Sektor inhaltlich abgestimmte Werbemittel hinsichtlich Aussteller und Besucher eingesetzt.

Messeveranstalter bezeichnet eine Institution, die eine Messe beziehungsweise Ausstellung konzipiert, organisiert und/oder durchführt.

Die Brutto-Ausstellungsfläche bezeichnet die Hallen- und/oder Freigeländefläche, die sich aus der Netto-Ausstellungsfläche ohne Obergeschossflächen von Ständen und den dazu gehörigen Verkehrs- und Serviceflächen für eine jeweilige Messe zusammensetzt.

Serviceflächen sind Flächen, die in einem direkten Zusammenhang mit einer jeweiligen Messe bzw. Ausstellung stehen, jedoch nicht von Ausstellern für eigene Präsentationen genutzt werden.
Zu den Serviceflächen zählen temporäre Gastronomieflächen in den Hallen; Flächen für Behörden, Verbände und Institutionen, die zum Zwecke eines allgemeinen Serviceangebotes für Aussteller und/oder Besucher genutzt werden und Vorführanlagen wie Vorführringe, Bühnen, Aktionshallen und dergleichen, soweit sie nicht die Voraussetzungen einer Sonderschaufläche erfüllen.

Nicht zur Brutto-Ausstellungsfläche zählen alle Flächen, die für eine regelmäßige Nutzung zu Büro-, Besprechungs- und Konferenzzwecken und dergleichen bestimmt sind. Ebenso rechnen Lagerflächen und gastronomisch genutzte Flächen in Form von Festeinbauten oder entsprechende Flächen im Freigelände nicht zur Brutto-Ausstellungsfläche.

Vorführanlagen im Freigelände bei landwirtschaftlichen Veranstaltungen gelten ohne Aufschlag auf die Netto-Ausstellungsfläche als Brutto-Ausstellungsfläche.

Die Netto-Ausstellungsfläche bezeichnet die Hallen- und/oder Freigeländefläche, die sich als Summe der Aussteller-Standflächen in Verbindung mit den Sonderschauflächen errechnet.

Die Sonderschaufläche bezeichnet eine Fläche innerhalb einer Messe/Ausstellung, die das Thema einer Veranstaltung umfassend oder in einzelnen Aspekten erläutert und Aussteller unabhängig ist. Sonderschauflächen können Flächen für Stände, Schautafeln und Vorführungen sein.

Die Aussteller-Standfläche bezeichnet eine Grundfläche innerhalb und/oder außerhalb einer Halle, die einem oder mehreren Ausstellern vom Messeveranstalter zur vertraglichen Nutzung im Rahmen einer Messe/Ausstellung überlassen wird.

Eine Grundfläche kann ebenerdig oder auf Geschossebenen sein.

Aussteller bezeichnet eine Institution (Unternehmen, Einzelperson oder Organisation), die vom Messeveranstalter auf einer Aussteller-Standfläche zugelassen ist und dort mit anwesendem Personal Produkte, Dienstleistungen und/oder Rechte präsentiert bzw. verbreitet.

Ein Aussteller kann als Hauptaussteller oder Mitaussteller auftreten.

Ein Aussteller kann mehrfach gezählt werden unter der Bedingung, dass er auf mehreren eigenen Aussteller-Standflächen präsent ist, die sich in deutlich optisch getrennten Bereichen befinden müssen und mit verschiedenen Angebotsschwerpunkten unterschiedliche Zielgruppen anspricht.

Hauptaussteller bezeichnet einen Aussteller, der eine unmittelbare Vertragsbeziehung über eine Aussteller-Standfläche mit dem Messeveranstalter hat.

Ein Mitaussteller bezeichnet einen Aussteller, der mit dem Einverständnis des Messeveranstalters auf dem Stand des Hauptausstellers mit eigenen wirtschaftlichen Gütern und eigenem Personal präsent ist.

Ein zusätzlich vertretenes Unternehmen (ZVU) lässt wirtschaftliche Güter ohne eigenes Personal auf dem Stand eines Ausstellers präsentieren.

Ein ZVU kann ein Unternehmen, eine Einzelperson oder eine Organisation sein.

Ein ZVU ist nicht als Aussteller zu betrachten, kann jedoch mit entsprechender Kennzeichnung in einem Ausstellerverzeichnis erscheinen.

Die Nationalität eines Ausstellers ergibt sich aus derjenigen Adresse, die für die Vertragsbeziehung mit dem Messeveranstalter maßgeblich ist.

Besteht ein Unterschied zwischen der Rechnungsadresse und der Adresse des anmeldenden Ausstellers, so ist die Nationalität des Leistungsempfängers maßgeblich.

Besteht keine Übereinstimmung zwischen der Vertragsadresse und der Nationalität eines Ausstellers, kann eine schriftliche Erklärung des Ausstellers über seine Nationalität akzeptiert werden.

Messebesucher bezeichnet eine Person, die an einer Messe/Ausstellung während der offiziellen Öffnungszeiten für Besucher teilnimmt mit der Absicht, Informationen zu generieren und/oder Aussteller zu kontaktieren.

Zu den Besuchern zählen nicht Standpersonal, Journalisten, Personal von Messe-Dienstleistungsanbietern, Personal des Messeveranstalters und des Geländebetreibers.
 Der Messeveranstalter hat in geeigneter Form den Nachweis zu erbringen, dass der Personenkreis nicht als Messebesucher gezählt wird.

Referenten und Kongressteilnehmer zählen nur unter der Voraussetzung als Besucher, dass sie auf der Messe anwesend sind.

Messebesuch bezeichnet den Eintritt eines Messebesuchers in eine Messe/Ausstellung.

Fachbesucher bezeichnet einen Messebesucher, der an einer Messe/Ausstellung aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen teilnimmt.

Privatbesucher bezeichnet einen Messebesucher, der an einer Messe/Ausstellung aus privaten Gründen teilnimmt.

Die strukturellen Merkmale von Messebesuchern auf Basis der FKM dienen einer genaueren Qualifizierung der quantitativen Besucherdaten (s. PDF in Medienzentrum) und sind nach standardisierten Fragekategorien in Form des FKM-Besucherstruktur-Tests zu erheben.

Die Anerkennung als FKM-Besucherstruktur-Test setzt das Vorhandensein FKM-geprüfter quantitativer Daten für die entsprechende Messe oder Ausstellung voraus.

Die Details hierzu finden Sie in den Dokumenten, die Sie hier herunterladen können.

 

Die nationale Herkunft von Messebesuchern basiert auf deren Selbstauskunft im Rahmen einer Besucherregistrierung oder einer repräsentativen Besucherbefragung.