Privatbesucher

Woher kommen sie? Welche Absichten haben sie? Wie lassen sich die Messebesuche von Privatbesuchern im Nachmessegeschäft nutzen? Auf Mausklick erfahren Sie mehr!

Regionale Herkunft Inland

Die Verteilung der Besucher auf die Bundesländer gibt Aufschluss über die nationale oder regionale Bedeutung einer Messe. Relativ geringe Anteile des „Heimat“ - Bundeslandes und ein hoher Anteil von Besuchern aus über 100 km oder gar 300 km Entfernung zeigen deutlich den überregionalen Charakter einer Veranstaltung.

Ergänzend sind die Bundesländer nach Nielsen-Gebieten zusammengefasst, um die Verteilung der Messebesucher nach Regionen mit der Verteilung bei anderen Marketinginstrumenten vergleichen zu können.

Eine Gleichverteilung der Besucher etwa entsprechend den Einwohnerzahlen der Bundesländer wird üblicherweise nicht erreicht, denn die Nachfrage aus den jeweiligen Branchen ist fast immer ungleich über Deutschland verteilt. Auch haben fast alle überregionalen Messen ein regionales Standbein, weil die Nähe zum Messestandort und der entsprechend geringe Aufwand überproportional viele Besucher anzieht.

Ausstellungen für das allgemeine Publikum mit eindeutig überregionaler Ausrichtung haben Anteile von Besuchern aus über 100 km Umkreis von 50% und mehr, dagegen liegt bei regionalen Publikumsausstellungen dieser Anteil bei max. 15%.

Regionale Herkunft Ausland

Der Anteil ausländischer Fachbesucher ist zentrales Kriterium für die internationale Bedeutung einer Messe; im Durchschnitt erreichen die internationalen Messen in Deutschland Anteile von 30 %, weltweit führende Messen teilweise sogar 50 % und mehr.
Der Prozentsatz ausländischer Besucher ist aber immer in Verbindung mit der Verteilung auf die Regionen zu sehen. So haben Veranstaltungen in Grenznähe zwar oft viele ausländische Besucher; sie können aber überwiegend aus den unmittelbaren Nachbarländern kommen.
Die Anteile aus Regionen außerhalb Europas erscheinen zwar häufig im Verhältnis zu den Anteilen Europas relativ gering; Besucher aus Übersee sind aber fast immer besonders qualifiziert und sind deshalb für den Aussteller ein attraktives Potential für die Neukundengewinnung.

Berufliche Stellung

Hier kann der Aussteller erkennen, auf welche Ebene er mit Besuchern sprechen und verhandeln kann und wie viele Besucher eher Entscheider als Anwender sind. Wichtig ist dies auch für die Auswahl des Standpersonals und der Exponate und für die Art der Präsentation. Zunehmend interessant ist auch die Zahl der Studenten und Auszubildenden; deren Ansprache entwickelt sich zu einer weiteren wichtigen Messefunktion.

Ebenso wird deutlich, dass die Besucher von Publikumsmessen ein breites berufliches Spektrum haben und so eine breite Kundenansprache ermöglichen.

Haufigkeit des Messebesuchs

Selbst bei etablierten Messen sind 20 bis 40 % der Besucher zum ersten Mal anwesend. Der Aussteller hat also große Chancen, neue Kontakte herzustellen, ob mit neuen Mitarbeitern aus regelmäßig vertretenen Firmen oder mit Unternehmen, die bisher gar nicht diese Messe besucht haben. Entsprechendes gilt für die Privatbesucher. Andererseits heißt dies, dass er sich nicht auf das Erscheinen von Stammkunden verlassen darf; deren Anteil ist geringer als oft vermutet wird. Wichtig ist also bei jeder Messe die aktive Ansprache potentieller Besucher schon im Vorfeld der Veranstaltung.

Alter

Privatbesucherorientierte Veranstaltungen ziehen - abgesehen von einzelnen Spezialthemen - Besucher aller Altersgruppen an. Aussteller  mit Produkten, deren Nachfrage eher altersabhängig sind, finden hier eine Orientierung über das Volumen solcher Zielgruppen.

Kauf- oder Bestelltätigkeit/Nachmessegeschäft

Wie alle Marketinginstrumente haben auch Messebeteiligungen letztlich das Ziel, Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen oder zumindest Geschäfte anzubahnen. Die Bereitschaft der Besucher, schon während der Veranstaltung etwas zu kaufen, ist grundsätzlich  hoch. Der „Nein“-Anteil liegt i. d. R. weit unter 50 %, vielfach unter 20 %. Auch sind - von wenigen Ausnahmen abgesehen - mehr als zwei  Drittel der Besucher grundsätzlich interessiert, nach der Veranstaltung dort gesehene Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen.